Klimapolitik der jüngsten Generation in die Welt tragen

Mit CliMates Austria fahren jährlich vier Jugendliche zwischen 18 und 26 Jahren auf die UN-Klimakonferenz um dort die Stimme der österreichischen Jugend zu vertreten, geschickt vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Sie lesen sich zuvor tief in die Materie ein, um anschließend die Verhandlungen vor Ort zu verfolgen und aktuelle Entwicklungen an die österreichische Jugend weiterzugeben. Unterstützt werden sie von einem Communications-Team, das den Output einfängt.

2018 hat CliMates Austria die Organisation des Jugenddelegierten-Programms übernommen und es neu aufgesetzt. Das Programm ist in seiner heutigen Form zweijährig und funktioniert als Junior/Senior Programm. Jedes Jahr werden zwei neue Jugenddelegierte gesucht, die zum ersten Mal auf die Klimakonferenz fahren, begleitet von zwei Seniors, die bereits im Jahr davor die Konferenz besuchten und ihr Wissen an die zwei Neuen weitergeben können. Nicht jedes europäische Land verfügt über ein Jugenddelegierten-Programm, das so inklusiv ist, wie das von CliMates Austria. Als offizieller Teil der österreichischen Delegation stehen die Jugenddelegierten mit dieser im Austausch und haben einzelne Delegierte als regelmäßige Gäste auf einschlägigen Veranstaltungen.

Ziel des Jugenddelegierten-Programms ist, die Stimme der Jugend bei der globalen UN-Klimakonferenz zu vertreten.

Du hast Fragen zum Programm? Dann schreib uns eine Email!

Die neuen Jugenddelegierten

Ich bin Katharina Mair, 25 Jahre alt, und komme aus Oberösterreich.

Derzeit befinde ich mich in der Abschlussphase meines Masterstudiums der Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften an der Universität Lund in Schweden. In den vergangenen Jahren konnte ich bereits wertvolle Erfahrungen mit UN-Prozessen sammeln, unter anderem als Praktikantin bei der Österreichischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in Wien sowie als virtuelle Teilnehmerin für YOUNGO bei der COP30 in Belém.

Bei der Bewältigung der Klimakrise geht es nicht darum, „dem Planeten“ zu helfen – vielmehr geht es darum, die Lebensgrundlagen heutiger und zukünftiger Generationen zu sichern. Im Rahmen meines Masterstudiums wurde mir einmal mehr bewusst, dass effektive, wissenschaftsbasierte Strategien längst vorliegen – ihr Scheitern liegt meist nicht am fehlenden Wissen, sondern am mangelnden politischen Willen, sie konsequent umzusetzen. Ich möchte daher dazu beitragen, dass die Forderungen junger Menschen nach echter Veränderung und Klimagerechtigkeit gehört und ernst genommen werden.

Vor diesem Hintergrund freue ich mich, die Stimmen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Österreich auch auf internationaler Ebene einzubringen. Im Rahmen der UNFCCC möchte ich mich dafür einsetzen, ihre Perspektiven sichtbar zu machen, und zu ambitionierten, generationengerechten Lösungen beitragen.

Ich heiße Clemens Hofstädter, bin 22 Jahre alt und studiere Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der BOKU in Wien. In meinem Studium beschäftige ich mich mit den ökologischen und gesellschaftlichen Dimensionen der Klimakrise – besonders interessiert mich dabei, wie gesellschaftlicher Druck und ambitionierte Klimapolitik zu einer klimagerechten Transformation führen können.

Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf Klimabildung und -kommunikation. Ich engagiere mich bei ClimSchool und Fridays For Future und arbeite dort an der Schnittstelle zwischen Bildung, Aktivismus und politischer Praxis.

Die fortschreitende Klimakrise bekommen wir alle längst zu spüren. Klimapolitik ist auch eine Frage der Gerechtigkeit: Wir jungen Menschen tragen die Folgen der Entscheidungen, die auf der politischen Bühne getroffen werden – gleichzeitig sind wir in politischen Prozessen – auch im UNFCCC-Prozess – noch immer unterrepräsentiert.

Umso wichtiger sind daher laute Stimmen, die Verantwortung und Mut einfordern. Als Jugenddelegierter möchte ich dazu beitragen, dass die Perspektiven junger Menschen ernstgenommen werden und in politische Prozesse einfließen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, komplexe Verhandlungen verständlich zu machen und so mehr Menschen den Zugang zu Klimapolitik zu eröffnen. Denn echte Veränderung entsteht dort, wo Beteiligung möglich wird.

Mentor*innen der Jugenddelegierten

Mein Name ist Benedicta Opis, ich bin 24 Jahre alt und komme aus dem schönen Graz.

Zurzeit studiere ich den Master “Umwelt- und bioressourcenmanagement” an der BOKU in Wien. Fünf Jahre lang war ich im Klimareferat der Österreichischen Pfadfinder*innen aktiv und darf außerdem als Teil des Textteams für klimareporter.in schreiben. 

Die Klimakrise  berührt schon jetzt  jeden einzelnen Lebensbereich und die Folgen sind allgegenwärtig. In meinem Bachelor, ebenfalls UBRM, ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr alles miteinander verknüpft  ist. Um die Klimakrise abzuschwächen muss also an ganz vielen kleinen und großen Schrauben gleichzeitig gedreht werden – und wir jungen Menschen sollten diejenigen sein, die diesen Prozess maßgeblich mitbestimmen.

Umso mehr freue ich mich deshalb, Mentorin der diesjährigen Jugenddelegierten zu sein und dabei zu helfen, Jugendliche und junge Erwachsene auf internationaler Ebene zu vertreten. Mit meinem Hintergrund bei einer internationalen Jugendorganisation und meinem journalistischen Interesse möchte ich mich vor allem für Klimagerechtigkeit einsetzen und den UNFCCC-Prozess für alle verständlich und erfahrbar machen.

Wir haben nämlich nicht nur eine Welt zu verlieren, sondern auch eine zu gewinnen! Und zwar eine gerechte und nachhaltige, für alle Menschen. Lass uns gemeinsam daran arbeiten!

Ich heiße Valentin Chavanne, bin 23 Jahre alt und studiere Ecological Economics.

Die Idee, den Klimawandel nicht nur als Problem, sondern auch als Chance für eine faire und nachhaltige Zukunft zu sehen, hat mich schon früh motiviert, mich gesellschaftlich zu engagieren. Besonders frustrieren mich dabei die veralteten Strukturen, durch die Klimapolitik entsteht. Deshalb freue ich mich umso mehr, in den kommenden zwei Jahren jungen Menschen aus ganz Österreich eine Stimme auf internationaler Bühne geben zu dürfen.

Als Mitglied von Amnesty International, Delegierter des Europäischen Jugendparlaments und Praktikant bei der Europäischen Kommission konnte ich bereits erste Erfahrungen im Bereich internationaler Problemlösungen sammeln. Dabei habe ich vor allem gelernt, dass globale Herausforderungen globale Antworten brauchen – und dass Politik für die Zukunft von der Zukunft gemacht werden sollte. Als Gründer eines Forums für sozialen und politischen Diskurs habe ich erneut bestätigt bekommen, dass genau diese Zukunft wir Jugendlichen sind.

Wir stehen vor enormen Herausforderungen – haben jedoch die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu verändern. Zusammen mit euch möchte ich Teil einer globalen Bewegung sein, die Probleme sieht, nicht vor ihnen zurückschreckt und sich gegenseitig unterstützt, um sie zu bewältigen.

Folge uns!

Das UNFCCC-Jugenddelegiertenprogramm wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) unterstützt.