Deine Stimme für Klimagerechtigkeit: Bewirb dich als Jugenddelegierte*r für die COP31!
Was ist das Jugenddelegiertenprogramm zur UN-Klimakonferenz?
Die 31. UN-Klimakonferenz (COP31) findet vom 9. bis 20. November 2026 in Antalya, Türkei, statt. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) entsendet jährlich vier junge Menschen, die als Jugenddelegierte die Stimme der jungen Generation vertreten. Das Programm dauert zwei Jahre und besteht aus einer Junior- und einer Senior-Phase. Zunächst nehmt ihr als Junior-Delegierte an der COP31 teil, unterstützt von erfahrenen Senior-Delegierten. Im zweiten Jahr, bei der COP32 im November 2027, übernehmt ihr die Senior-Rolle und werdet Mentor*innen für die neuen Junior-Delegierten. Das Programm wird in dieser Form heuer zum siebten Mal durchgeführt.
Deine Rolle und Aufgaben bei der UN-Klimakonferenz
Bei der COP verfolgt ihr live die Verhandlungen der UN-Mitgliedstaaten, kommuniziert Einblicke sowie Forderungen unserer Generation über Presseaussendungen, Interviews und Social Media und setzt euch dafür ein, dass eine ambitionierte Klimapolitik umgesetzt wird. In Gesprächen mit Entscheidungsträger*innen und internationalen Jugenddelegierten erarbeitet ihr Forderungskataloge, die durch Medienarbeit und persönliche Gespräche an Verhandler*innen und Politiker*innen weitergegeben werden.
Zeitlicher Aufwand, Ablauf & persönliche Weiterentwicklung
Vorkenntnisse im UN-Verhandlungsprozess sind nicht erforderlich – das Wissen erwerbt ihr während des Programms durch Recherche, Gespräche mit Verhandler*innen und Expert*innen sowie durch die Zusammenarbeit mit den Senior-Delegierten. Es wird voraussichtlich auch zum zweiten Mal die Möglichkeit geben, an einem Online-Trainingsprogramm mit jungen Verhandler*innen aus der ganzen Welt teilzunehmen. Das Jugenddelegiertenprogramm ist zeitintensiv und umfasst neben der Teilnahme an Konferenzen auch Arbeitswochenenden, die Teilnahme an der LCOY Austria, den Austausch mit Jugendlichen in Österreich, Veranstaltungen zur Klimapolitik, Workshops zu Rhetorik, Presse und Advocacy sowie das Kennenlernen der österreichischen Delegation. Die Arbeit als Jugenddelegierte läuft das ganze Jahr mit kürzeren Pausen im Sommer sowie im Winter. Das Arbeitspensum variiert stark im Jahr, beläuft sich jedoch meist auf 10 h/Woche. Während der Konferenzen ist man die Zeit im vollen Einsatz und hat währenddessen keine Zeit für andere Verpflichtungen.
Als Jugenddelegierte*r wirst du ein großes Netzwerk an Menschen kennenlernen und Fähigkeiten erlernen, die wertvoll für dein restliches Leben sind. Man bekommt als Jugenddelegierte die Möglichkeit, einen Einblick in die internationale Klimapolitik zu erhalten, sich intensiv mit den österr. und europäischen Positionen und Verhandler*innen auseinanderzusetzen und junge Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen. Folgende Fähigkeiten kannst Du als Jugenddelegierte*r erwerben und trainieren:
- Kommunikation mit Medien und auf Social Media
- Community-building mit jungen Menschen
- Verhandlungs-Geschick
- Advocacy Arbeit
- umfassende Kenntnisse zu internationaler Klimapolitik und Klimathemen
- Projektmanagement
- und vieles mehr
Ziel des Jugenddelegierten-Programms ist, die Stimme der Jugend bei der globalen UN-Klimakonferenz zu vertreten.
Details zum Jugenddelegierten-Programm und zum Bewerbungsablauf
Als Jugenddelegierte*r arbeitest du in zwei Richtungen – auf der einen Seite sammelst du Forderungen der österreichischen Jugend und vertrittst sie auf und rund um die Klimakonferenz, auf der anderen Seite nimmst du Eindrücke und Nachrichten von dort auf und vermittelst sie über verschiedene Kanäle zurück an die Menschen in Österreich.
Vor der COY (Conference of Youth) und COP (Conference of the Parties)
- Vorbereitung von österreichischen und europäischen (Jugend-)Positionspapieren
- Inhaltliche Mitarbeit bei der LCOY (Local Conference of Youth) Austria in Wien
- Gespräche mit politischen Entscheidungsträger*innen, NGOs und andere Advocacy-Arbeit
- Tiefgehende inhaltliche Einarbeitung in internationale Klimapolitik und die UNFCCC-Prozesse
- Organisation und Gestaltung von Veranstaltungen
- Zusammenarbeit mit anderen CliMates-Projekten
- Networking und Treffen mit der österreichischen Delegation
- Zusammenarbeit mit anderen europäischen Jugenddelegierten
- Auswahl einer Person aus dem Globalen Süden, deren Teilnahme an der COP von CliMates organisiert und dem BMLUK finanziert wird
Während der COY und COP
- Zusammenarbeit mit anderen europäischen Jugenddelegierten
- Verfolgen der UN-Klimaverhandlungen vor Ort
- Zusammenfassen der Verhandlungen und Geschehnisse, u.a. für den täglichen Newsletter
- Berichterstattung über Social Media
- Gespräche mit Verhandler*innen, Politiker*innen, anderen NGOs aus Österreich und Jugendlichen aus der ganzen Welt
- Pressearbeit (z.B. Presseaussendungen verfassen, Interviews in Radio oder TV geben)
Nach der COY und COP
- Wissensvermittlung bei einschlägigen Veranstaltungen
- Mitarbeit bei Empowerment- oder Advocacy-Projekten von CliMates Austria
- Weiterentwicklung und Verbesserung des Jugenddelegierten-Programms
- Begleitung des Bewerbungsprozesses der neuen Jugenddelegierten
- Nach der COP ist vor der COP: Die Aufgaben von oben wiederholen sich in der Rolle der Seniors. Zusätzlich ist man als Senior für Planung, Mentoring, Organisation und Finanzen zuständig und betreut somit das Jugenddelegiertenprogramm mit Unterstützung des Vorstands von CliMates Austria.
Formale Voraussetzungen sind:
- Alter: am 1. April 2026 bist du zwischen 18 und 26 Jahre alt
- Lebensmittelpunkt überwiegend in Österreich
- Kein Mitglied, kein*e Mitarbeiter*in einer politischen Partei
- Gültiger Reisepass, kein Einreiseverbot für die Türkei
- Zeitliche Verfügbarkeit für Teilnahme an der COP31 (im Zeitraum 9. bis 20.11.2026), sowie wenn möglich bei der Zwischenkonferenz SB64 (im Zeitraum 10. bis 18.6.2026)
Persönliche Anforderungen sind:
- Hohe intrinsische Motivation, dich für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit in einem internationalen Kontext einzusetzen
- Grundlegendes Wissen zur Klimakrise und wirksamem Klimaschutz
- Großes Interesse an nationaler und globaler Klimapolitik
- Bereitschaft, Kritik an politischen Entscheidungen öffentlich zu äußern und dafür auch öffentlich aufzutreten
- Belastbarkeit auch in stressigen Situationen, Selbstständigkeit und Proaktivität
- Teamplayer*in, offene und kommunikative Persönlichkeit
- Berufliche Erfahrung oder laufende Ausbildung im Bereich Umwelt/Klima, Recht, Politik o.ä. von Vorteil
- Sprachkenntnisse in Deutsch (C1) und Englisch auf hohem Niveau (mind. B2, besser C1); weitere Sprachen sind von Vorteil
- Interesse am Schreiben von Newslettern, Pressearbeit und Berichten auf Social Media
* Das Jugenddelegierten-Programm braucht, ähnlich wie alle Formen des gesellschaftlichen Engagements, Bereitschaft zur Selbstlosigkeit. Wir sehen es als Hebel zur Veränderung, nicht als Möglichkeit zur Selbstprofilierung. Sei dir bitte selbst gegenüber ehrlich, was dich antreibt, dich zu bewerben.
Das Jugenddelegierten-Programm nimmt viel Zeit in Anspruch – schließlich möchten wir gut vorbereitet auf die COP fahren und tragen rund um die Weltklimakonferenz eine Verantwortung, der wir gerecht werden wollen. Du solltest pro Woche durchschnittlich 10 Stunden Zeit für deine Arbeit als Jugenddelegierte*r haben. Ab September wird das Programm mit der intensiven Vorbereitung kontinuierlich mehr Zeit in Anspruch nehmen (mehr als 20 Stunden pro Woche sind keine Seltenheit), und während der Konferenz bleibt keine Zeit für Uni, Arbeit oder andere Aufgaben.
Hier eine grobe Übersicht der kommenden Termine, es ist aber nicht verpflichtend bei allen Terminen die volle Zeit dabei zu sein und es kann sich natürlich auch noch etwas verschieben:
– Kick Off Termin mit den Senior Jugenddelegierten
– 10.-12. April LCOY
– Mitte / Ende April Working Weekend mit den europäischen Jugenddelegierten (voraussichtlich Wien)
– 10.-18. Juni Zwischenkonferenz SBs in Bonn
– Mitte / Ende Oktober Working Weekend (voraussichtlich Irland)
– 6.-8. November Young Negotiators Training in der Türkei und COY
– 9.-20. November COP31 Antalya
Abgesehen von der Zeit rund um die Konferenzen nehmen wir natürlich bestmöglich Rücksicht auf Prüfungsphasen, berufliche Verpflichtungen, Urlaube und Regenerationsphasen, die ebenfalls ganz wichtig sind. Es ist aber wichtig, dass du dir bewusst bist, dass das Jugenddelegiertenprogramm zwei Jahre und zwei große Konferenzen, die COP31 und COP32, umfasst. Überleg dir deswegen gut, ob das Programm und seine Verpflichtungen, die im zweiten Jahr ähnlich intensiv wie im ersten Jahr ausfallen (dann als Senior-Jugenddelegierte*r), gut in dein Leben passen.
- Teilnahme an zwei UN-Klimakonferenzen sowie Zwischenkonferenzen und anderen relevanten Veranstaltungen
- Übernahme von Reise-, Unterkunfts- und programmbedingten Kosten
- Erwerb fundierten Wissens zur internationalen Klimapolitik und Einblicke in politische Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse
- Möglichkeit, aktiv klimapolitische Veränderung voranzutreiben
- Praxiserfahrung in Pressearbeit und Interviews
- Austausch und Zusammenarbeit mit der österreichischen Delegation
- Arbeit in einem internationalen Netzwerk engagierter junger Menschen
- Praktikumsbestätigung o.ä.
Die Arbeit als Jugenddelegierte*r ist grundsätzlich unbezahlt.
Die Reisen zu den Konferenzen werden durch Unterstützung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) finanziert. Das beinhaltet Verpflegung, Unterkunft und Transport sowie eine Aufwandsentschädigung für die Jugenddelegierten.
Auch Veranstaltungen, Workshops und Seminare im Rahmen der Vorbereitung auf die COP sind vom Fördervertrag abgedeckt.
Reiche deine Bewerbung bis Sonntag, 16. Februar 2026, über das Formular am Ende dieser Seite ein. (Unser Toleranzrahmen endet mit 6:00 Uhr des Folgetages.) Nach der ersten schriftlichen Bewerbungsrunde werden einige Bewerber*innen zu einem Assessment Center eingeladen, das abends am 3.3. und am 5.3. in Wien stattfinden wird. Jede Bewerber*in nimmt nur an einem der Termine teil. Danach werden die beiden nächsten Jugenddelegierten ausgewählt. Die Auswahl der nächsten Jugenddelegierten wird gemeinsam von CliMates Austria und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) getroffen.
Wichtig: Um einen reibungslosen Ablauf des gesamten Bewerbungsprozesses sicherzustellen, bitten wir alle Bewerber*innen, sich mindestens einen der Termine (3.3. oder 5.3.) für das AC freizuhalten, noch bevor sie das Ergebnis der ersten Bewerbungsrunde erfahren. Wir gehen davon aus, dass jede*r die/der in die zweite Runde eingeladen wird, auch an mindestens einem der Termine Zeit hat.
Melde dich gerne per Mail (youthdelegate@climatesaustria.org) bei uns, falls du Fragen hast.
Bitte lade deine Bewerbungsunterlagen über unser Bewerbungsformular hoch. Wir benötigen ein PDF mit deinem Lebenslauf und deinem Motivationsschreiben sowie einen Link zum Video, das du im Rahmen deiner Kreativaufgabe erstellst.
Infos zum Motivationsschreiben
Das Motivationsschreiben besteht aus drei Teilen.
- a) Deine Ideen, Pläne und Ziele bzgl. Klimaschutz
Kopiere bitte den folgenden Block in dein Motivationsschreiben und ergänze die Antworten.
Was ist deine persönliche Motivation, Jugenddelegierte*r im UNFCCC-Prozess zu werden?
[deine Antwort in max. 100 Wörtern]
Was kann man als junger Mensch tun, um internationale Klimapoltik im Sinne des Klimaschutzes zu beeinflussen?
[deine Theory of Change in max. 80 Wörtern]
Welche Themen möchtest du als Jugenddelegierte*r den Menschen in Österreich näher bringen? Welche Kanäle möchtest du dafür verwenden? Was möchtest du persönlich beitragen, um die Themen wirkungsvoll zu vermitteln?
[deine Antwort in max. 160 Wörtern]
- b) Deine persönlichen Kompetenzen
Beantworte bitte folgende drei Fragen in drei Absätzen [max. 200 Wörter pro Frage]. Gehe in jeder Antwort auf folgende Fragen ein: Was war die Herausforderung? Wie bist du mit ihr umgegangen? Was hast du daraus gelernt? Wie kannst du diese Erfahrung ins Jugenddelegierten-Programm einbringen?
- Erzähle uns von einer Situation oder einem Projekt, in der/dem du besondere Teamfähigkeit gezeigt hast.
- Erzähle uns von einer Situation, in der du auf diplomatische Art (freundlich, sachlich, bestimmt) deinen Standpunkt trotz Kritik oder Widerstand vertreten hast.
- Erzähle uns von einer Situation oder einem Projekt, bei der/dem du durch etwas Unvorhergesehenes deine Arbeitsweise anpassen oder auf einen Plan B umsteigen musstest.
- c) Kreative Aufgabe
Nimm ein kurzes Video für Social Media auf (max. 45 Sekunden).
Du erhältst folgenden Kommentar auf einem der climates Social Media Kanälen. Reagiere in deinem Video darauf. „30 Klimakonferenzen später steigen die Emissionen immer noch. Wozu also die COP? Und warum schicken wir dort junge Leute hin?“
Das Video kannst du einfach mit deinem Handy aufnehmen, wir beurteilen nur dein Statement, nicht die Video- oder Tonqualität (solange wir dich gut verstehen können).
Die kreative Gestaltung des Videos ist frei. Im Fokus stehen Inhalt, Klarheit, Argumentation und persönliche Haltung.
Die Aufgabe soll zeigen, wie du komplexe klimapolitische Themen verständlich, reflektiert und eigenständig einordnest. Fachwissen ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.
Wie kann ich euch kontaktieren?
Bitte kontaktiere uns bei allen weiteren Fragen, die nicht durch die FAQs beantwortet werden, über diese E-Mail Adresse: youthdelegate@climatesaustria.org.
Seit wann gibt es das Jugenddelegierten-Programm?
Die Österreichische Delegation nimmt schon seit vielen Jahren Jugenddelegierte mit zur UN-Klimakonferenz. Wir als CliMates Austria haben das Programm und die Organisation 2018 übernommen und zu einem Junior-Senior-System umgebaut: Jedes Jahr kommen 2 neue Jugenddelegierte hinzu und die „alten“ fahren nochmal mit auf die COP. Das erwies sich bislang als extrem hilfreich für die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen.
Wir sind offen für Input zur Gestaltung des Programms und zur Zielsetzung. Nimm gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem BMLUK das Jugenddelegierten-Programm ermöglichen können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, das Programm kontinuierlich zu verbessern.
Ich kenne mich mit Klimapolitik noch nicht so gut aus. Soll ich mich trotzdem bewerben?
Ja. Gemeinsam mit den Seniors bieten wir ein ausführliches Training zu nationaler und internationaler Klimapolitik, der Klimakrise, dem UNFCCC-Prozess, Diplomatie, Social Media und Pressearbeit an. Wichtig ist, dass du Motivation und Zeit hast, um dich einzulesen. Natürlich ist es von Vorteil, wenn du ein gutes Vorwissen und Engagement zu Klimapolitik und internationalen Beziehungen mitbringst, aber das ist bei Weitem nicht das alleinige Auswahlkriterium der Jugenddelegierten.
Wie gut muss ich Englisch können?
Die Arbeitssprache der Verhandlungen ist Englisch. Ein gutes Level (mind. B2) ist deswegen erforderlich. Die Eindrücke und Aufgaben sind anstrengend genug, daher sollte die Sprache nicht eine zusätzliche Last sein.
Warum steht in der Ausschreibung, dass ich in keiner politischen Partei aktiv sein oder für eine solche arbeiten sollte?
CliMates Austria ist ein unabhängiger Verein. Das Ziel des Jugenddelegierten-Programms ist, dass junge Menschen aus Österreich der österreichischen Jugend bei der UN- Klimakonferenz eine Stimme geben. Wenn du in einer politischen Partei aktiv bist oder arbeitest, könnte der Eindruck entstehen, dass du nicht als Jugenddelegierte*r auftrittst, sondern für die Partei und das wollen wir vermeiden.
Muss ich während des zweijährigen Programms in Österreich leben, um mich bewerben zu können? Ist ein Auslandsaufenthalt möglich?
Ja, bewirb dich bitte nur, wenn du die nächsten zwei Jahre in Österreich sein wirst. Ein Auslandsaufenthalt von einigen Monaten ist auch während des Jugenddelegierten-Programms möglich – allerdings nicht im Herbst, genau vor der Konferenz. Solltest du länger als einige Monate nicht in Österreich sein, erschwert das den Arbeitsprozess und ein gutes Teambuilding. Außerdem werden wir einige Events und ein oder zwei Planungswochenenden organisieren, die nur funktionieren, wenn du physisch anwesend bist. Melde dich gerne vorab per Mail, wenn du unsicher bist, ob du die Anforderungen erfüllen kannst.
Muss ich die österreichische Staatsbürgerschaft haben, um Jugenddelegierte*r zu werden?
Nein. Aber dein Lebensmittelpunkt soll in Österreich sein und du solltest einen klaren und länger vorhandenen Bezug zu Österreich haben. Schließlich vertrittst du die Jugendlichen in Österreich. Schreib uns gerne eine Mail, wenn du unsicher bist.
Wie sieht ein typischer Alltag der Jugenddelegierten auf einer Klimakonferenz aus?
Typischerweise stehen wir zwischen 7 und 8 Uhr auf, frühstücken und gehen oder fahren (abhängig von der Entfernung) zum Konferenzgelände. Dort geht meistens jede*r zu unterschiedlichen Verhandlungen oder Events, oft tun wir uns dabei mit den Jugenddelegierten anderer europäischer Länder zusammen. Prinzipiell sind immer ganz viele Sachen gleichzeitig, manche Veranstaltungen sind größer, andere kleiner.
Zwischendurch wirst du Presseinterviews haben, am Laptop Texte für (Soziale) Medien schreiben oder dich mit österreichischen und internationalen Delegierten treffen. Du wirst viel Zeit auf dem Konferenzgelände verbringen, lange Gänge auf- und abgehen, bei Meetings dabei sein und versuchen, Essen und Kaffee zu finden.
Jeder Tag schaut immer ein bisschen anders aus. Währenddessen bleiben wir aber in Kontakt und treffen uns am Ende des Tages auf jeden Fall wieder. Dann reflektieren wir gemeinsam den Tag, erledigen noch letzte Aufgaben und essen im Optimalfall zusammen zu Abend. Es kann dabei schon mal vorkommen, dass wir zwölf Stunden auf dem Gelände verbringen. Es ist eine intensive Zeit, aber du bist dabei nicht allein!
Es geht sich natürlich auch mal aus, am Abend mit anderen Jugenddelegierten oder Menschen etwas essen oder trinken zu gehen.Aber ja, manchmal mussten wir in den vergangenen Jahren auch bis spät in die Nacht noch einen Text für den Newsletter schreiben oder wichtige Mails beantworten. Aber je nach Bedürfnissen und Präferenzen werden wir uns den Tag so einteilen, dass wir alle eine gute Zeit haben.
Hab ich während der Konferenz auch Freizeit? Also kann ich mir auch den Veranstaltungsort anschauen?
Die Zeit während der Konferenz ist extrem intensiv. Auf der COP wird durchgehend verhandelt- es gibt nur einen Tag Pause, den man dringend braucht. Wir achten darauf, dass sich niemand überarbeitet, wir je nach Bedarf Pausen einlegen, die Stadt anschauen und jede*r auch Zeit für sich hat. Am Abend mal länger telefonieren geht sich immer gut aus und auch ein bisschen Sport oder Yoga am Morgen sollte machbar sein.
Es ist aber unrealistisch, dass du Zeit hast, um zu lernen oder Aufgaben zu erledigen, die in Österreich liegen geblieben sind. Nimm dir keine Aufgaben und To-Dos mit auf die UN-Klimakonferenz! Du wirst es bereuen, weil es dir entweder Schlafenszeit raubt oder du am Abend Treffen mit anderen jungen Menschen, Jugenddelegierten und spannenden Bekanntschaften verpasst.
Was passiert, wenn ich dort krank werde?
Deine Gesundheit geht immer vor. Solltest du dich nicht wohlfühlen, respektieren wir deine Auszeit und helfen dir vor Ort- je nachdem, was du brauchst. Sollte es schlimmer werden, helfen wir dir, nach Hause zu kommen. Wir versichern dich außerdem für deine Auslandsreise.
Wie komme ich zur COP?
Je nachdem, wo die Klimakonferenz stattfindet, bemühen wir uns, klimafreundlich mit dem Zug anzureisen. Wir müssen allerdings auch zeitliche, finanzielle und geopolitische Umstände berücksichtigen und wenn es nicht anders möglich ist, fliegen wir.
Was, wenn ich mich vor Ort nicht auskenne?
Wir sind als Team vor Ort. Wir haben das Junior-Senior-System eingeführt, damit dir die Seniors unter die Arme greifen. Vor der COP, währenddessen und danach! Die Seniors waren schon mal auf einer COP und unterstützen dich: inhaltlich, mental, und organisatorisch. In Österreich gibt es auch noch ein Team, das euch virtuell unterstützt. Also keine Sorge, du wirst nicht allein gelassen – wir machen das gemeinsam.
